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Einkommen

Einkommen
Zum Einkommen zählen grundsätzlich alle Einnahmen in Geld oder in Geld messbaren Werten, die Sie und die Mitglieder Ihrer Bedarfsgemeinschaft während des Bewilligungszeitraumes erzielen bzw. erhalten, wie zum Beispiel:

  • Einnahmen aus Arbeit
  • Lohnnachzahlungen
  • Weihnachts- und Urlaubsgeld
  • Arbeitslosen- oder Krankengeld
  • Renten
  • Steuererstattungen
  • Unterhaltsleistungen, Informationen zum Unterhaltsvorschuss (UHV) siehe unten
  • Kindergeld
  • Elterngeld
  • Kapital- und Zinserträge
  • Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung
  • Lottogewinne

Bei der Berechnung des Arbeitslosengeldes II werden u.a. folgende Einnahmen nicht berücksichtigt:

  • Grundrenten nach dem Bundesversorgungsgesetz
  • Blindengeld
  • besondere Zuwendungen, z. B. Soforthilfen bei Katastrophen, Ehrenabgaben aus öffentlichen Mitteln


Denken Sie daran, dass Sie alle Fragen zu Einkommen und Vermögen wahrheitsgemäß beantworten müssen. Ihr Jobcenter überprüft Ihre Angaben regelmäßig. Auf dem Wege des automatisierten Datenabgleiches werden viermal im Jahr entsprechende Auskünfte eingeholt. Das Verschweigen von Einkommen und Vermögen stellt im Übrigen eine Ordnungswidrigkeit oder Straftat dar, die mit einer Geldbuße geahndet werden beziehungsweise eine Strafanzeige nach sich ziehen kann.


INFORMATIONEN ZUM UNTERHALTSVORSCHUSS

Wenn Sie Ihr Kind allein erziehen, geschieht dies meist unter erschwerten Bedingungen. Diese Situation verschärft sich noch, wenn Ihr Kind keinen Unterhalt, nicht ausreichend oder nicht regelmäßig Unterhalt von dem anderen Elternteil erhält. In diesen Fällen müssen Sie nicht nur den Unterhaltsanspruch Ihres Kindes verfolgen, sondern auch im Rahmen Ihrer eigenen Leistungsfähigkeit für den ausfallenden Unterhalt aufkommen. Diese besondere Lebenssituation soll mit der Unterhaltsleistung nach dem Unterhaltsvorschussgesetz erleichtert werden.

Seit 1. Juli 2017 ist das Gesetz zur Ausweitung des Unterhaltsvorschussgesetzes in Kraft getreten. Demnach können Kinder und Jugendliche auch über das 12. Lebensjahr hinaus bis zur Vollendung des 18. Lebensjahrs, Anspruch auf Unterhaltsvorschussleistungen haben. Ebenfalls ist die Dauer der Bewilligung von maximal 72 Monaten (6 Jahren) wegefallen.

Neu ist, dass Unterhaltsvorschuss-Leistungen rückwirkend bis zum Juli 2017 bewilligt werden, wenn die Anträge noch im September 2017 gestellt werden. Die Antragsstellung ist möglich beim Jugendamt Trier, Unterhaltsvorschusskasse, am Augustinerhof 2 im Verwaltungsgebäude 2.

Über die bis Ende des Monats eingehenden Unterhaltsvorschuss-Anträge wird unabhängig davon entschieden, ob der alleinerziehende Elternteil sich um Unterhaltszahlungen beim anderen Elternteil bemüht hat oder nicht. Daher ist die Verfolgung von Unterhaltsansprüchen nicht nachzuweisen bei Anträgen, die bis Ende September 2017 gestellt werden. Ein gerichtliches Unterhaltsurteil gegen den anderen Elternteil wird vom Jugendamt für die Beantragung ebenfalls nicht vorausgesetzt. Ist der andere Elternteil ganz oder teilweise leistungsfähig, aber nicht zahlungswillig, wird der unterhaltspflichtige Elternteil von der Unterhaltsvorschusskasse in Höhe des gezahlten Unterhaltsvorschusses in Anspruch genommen.


Wer erhält Unterhaltsvorschuss? 

Dem Grunde nach Anspruch auf Unterhaltsvorschuss haben  

· Kinder und Jugendliche, die in Deutschland einen Wohnsitz bzw. ihren gewöhnlichen Aufenthalt haben und 
· bei einem allein erziehenden Elternteil leben, der ledig, verwitwet, geschieden ist oder von seinem Ehegatten dauernd getrennt lebt, und  
· vom anderen Elternteil keinen, nicht ausreichend oder nicht regelmäßig Unterhalt, mindestens in der Höhe der jeweils gültigen monatlichen Unterhaltsvorschussbeträge, erhält

Als dauernd getrennt lebend gilt auch ein verheirateter Elternteil, bei dem das Kind lebt, wenn sein Ehegatte wegen Krankheit oder Behinderung oder aufgrund gerichtlicher Anordnung für voraussichtlich mindestens sechs Monate in einer Einrichtung untergebracht ist. Beispiele: Inhaftierter Ehemann mit voraussichtlicher Haftdauer von mehr als sechs Monaten oder Aufenthalt in einer Klinik von mehr als sechs Monaten.

Wenn unterhaltsberechtigte Kinder teils beim Vater, teils bei der Mutter leben, wird im Antragsverfahren geprüft, ob bei den wechselnden Betreuungen das Merkmal der Alleinerziehung im Sinne des Unterhaltsvorschussgesetzes noch gegeben ist.

Bei ausländischen Kinder und Jugendlichen aus Nicht-EU-Staaten ist der Anspruch auf Unterhaltsvorschussleistungen vom jeweiligen Aufenthaltstitel abhängig.


Wie hoch ist der Unterhaltsvorschuss?

Die Höhe des Unterhaltsvorschusses richtet sich, wie der zivile Unterhalt, nach den für die betreffenden Altersstufen festgelegten Beträge. Diese werden regelmäßig den allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklungen in Verbindung mit dem jeweils gültigen so genannten Mindestunterhalt festgelegt.

Nach Abzug des vollen Kindesgeldbetrages (Betrag des ersten Kindes) sind die Zahlbeträge im Unterhaltsvorschuss seit 01.07.2017

· für Kinder von 0 bis zum 5 Jahren monatlich 150,00 EUR (1. Altersstufe)
· für Kinder von 6 bis zum 11 Jahren monatlich 201,00 EUR (2. Altersstufe) 
· für Kinder und Jugendliche von 12 bis zum 17 Jahren monatlich 268 EUR (3. Altersstufe)

Von den genannten Unterhaltsvorschussbeträgen werden Unterhaltszahlungen des anderen Elternteils oder die Waisenbezüge, die ein Kind nach dem Tod des Elternteils oder nach dem Tod eines Stiefelternteils erhält, abgezogen. Darüber hinaus ist die Gewährung von Unterhaltsvorschuss für die 3. Altersstufe bedingt einkommensabhängig.


Wie lange wird Unterhaltsvorschuss gezahlt?

Der Unterhaltsvorschuss wird so lange gezahlt, wie die Voraussetzungen vorliegen. Längstens jedoch bis zum Erreichen der Volljährigkeit.


Wo und wie wird Unterhaltsvorschuss beantragt? 

Der Unterhaltsvorschuss wird bei dem für den Wohnsitz des allein erziehenden Elternteils zuständigen Jugendamt beantragt.
Die Leistungen nach dem Unterhaltsvorschussgesetz müssen grundsätzlich schriftlich beantragt werden. Eine persönliche Vorsprache ist jedoch sinnvoll, da hier im Erstgespräch bereits die wichtigsten Dinge besprochen werden können und das Antragsformular gemeinsam mit den Mitarbeiter(innen) der Unterhaltsvorschusskasse ausgefüllt bzw. ergänzt werden kann. Diese Vorgehensweise führt zu einer Beschleunigung der Antragsbearbeitung.


Der Unterhaltsvorschuss deckt in der Regel nur einen Teil des tatsächlichen Unterhaltsbedarfs ab. Deshalb kommt es sehr häufig vor, dass die Leistung nach dem Unterhaltsvorschussgesetz deutlich hinter dem tatsächlichen Unterhaltsanspruch des Kindes gegen den pflichtigen Elternteil zurückbleibt.

Wenn Sie prüfen möchten, ob Ihrem Kind ein höherer Anspruch gegen den anderen Elternteil zusteht und diesen durchsetzen lassen möchten, bietet sich eine Beratung und ggfls. Einrichtung einer Beistandschaft an. Die Beratung und Einrichtung einer Beistandschaft erhalten Sie beim Jugendamt der Stadt Trier.

Weitere Informationen, Antragsformulare und Ansprechpartner finden Sie hier.

 

 

Kontakt

Jobcenter Trier Stadt
Gneisenaustr. 38
54294 Trier

Telefon:
0651 205 7000
Fax: 0651 2059107400

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Öffnungszeiten

Montag-Freitag: 08.00 - 12.30 Uhr
oder nach Terminvereinbarung
 
Die Ausgabe der Wartemarken endet um 12.00 Uhr

Neuantragstellung:
Montag, Dienstag, Donnerstag, Freitag: 08.00 - 11.30 Uhr

Besonders empfehlenswert sind die publikumsschwachen Zeiten von 8.00 bis 10.00 Uhr.

Grundsatzerklärung gegen Gewalt

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