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Kosten der Unterkunft

Kosten der Unterkunft und Heizung werden, soweit sie angemessen sind, übernommen. Ob die Kosten angemessen sind, wird beurteilt nach

  1. den individuellen Verhältnissen des Einzelfalles (wie z. B. Zahl der Familienangehörigen)
  2. der vorhandenen Wohnung
  3. der durchschnittlichen Höhe der örtlichen Mieten und den Möglichkeiten des örtlichen Wohnungsmarktes im unteren Preissegment


Bewohnen Sie ein Eigenheim oder eine Eigentumswohnung, dann gehören zu den Kosten der Unterkunft auch die damit verbundenen Belastungen (z. B. angemessene Schuldzinsen für Hypotheken, Grundsteuer, Wohngebäudeversicherung, Erbbauzins, Nebenkosten wie bei Mietwohnungen). Nicht dazu gehören die Tilgungsraten, mit denen letztlich Vermögen aufgebaut wird, was mit dem Zweck einer Fürsorgeleistung nicht vereinbar ist.

Der Nachweis der Kosten ist mit einer Mietbescheinigung bzw. Mietvertrag, Kosten- und Zahlungsbelegen zu führen.

Laden Sie sich hier unser Hinweisblatt zu den Kosten der Unterkunft herunter.

Wenn die Kosten für Unterkunft und Heizung zu hoch sind, sind Sie zur Kostensenkung verpflichtet. Dieser Verpflichtung müssen Sie innerhalb einer Frist, die unter Beachtung Ihrer persönlichen Situation festgesetzt wird, nachkommen. Gelingt es Ihnen trotz nachgewiesener, umfassender Wohnungssuche und Untermietversuche innerhalb der gesetzten Frist nicht, die Mietkosten zu senken, kann die Frist verlängert werden.

Ihre Bemühungen sind durch die Vorlage geeigneter Nachweise zu belegen. Als Nachweis müssen Sie beim Wohnungsamt einen Wohnberechtigungsschein beantragen, außerdem sind Sie verpflichtet, sich initiativ bei den Wohnungsbaugesellschaften und intensiv auf geeignete Wohnungsangebote in den Tageszeitungen zu bewerben und hierüber nachvollziehbare Aufzeichnungen zu führen bzw. Belege zu sammeln.

Bei beabsichtigter Untervermietung sind außerdem von Ihnen aufgesetzte Annoncen (z. B. in Anzeigenblättern, Internet) nachzuweisen. Eine evt. Untervermietung ist durch einen Untermietvertrag, sowie eine schriftliche Bestätigung des Vermieters, dass ihm das Untermietverhältnis bekannt ist, nachzuweisen.
 
Spätestens nach sechs Monaten werden die Mietkosten nur noch in angemessener Höhe übernommen. Es wird darauf hingewiesen, dass Mietschulden für eine Wohnung mit unangemessenen Kosten nicht übernommen werden können und Wohnungsverlust droht.


Neben- und Heizkostenabrechnungen

In der Regel werden für die Neben- und Heizkosten monatliche Abschläge geleistet. Die jährliche Abrechnung Ihres Vermieters ist unverzüglich dem Jobcenter vorzulegen.

Nachforderungen können übernommen werden, wenn die tatsächlich entstandenen Kosten angemessen sind, jedoch höher waren als die vom Jobcenter übernommenen Abschläge.

Guthaben mindern die Aufwendungen der Unterkunft und Heizung nach dem Monat der Rückzahlung/Gutschrift. Beachten Sie, dass Sie diese Mittel nicht anderweitig verwenden können.


Umzug in eine neue Wohnung


Im Rahmen des Leistungsbezuges sind Sie verpflichtet, jeden Wohnungswechsel unverzüglich mitzuteilen. Zudem sollten Sie vor Abschluss des Mietvertrages die Zustimmung zum Umzug von Ihrem Jobcenter einholen. Erfolgt ein Umzug ohne Absprache/Zustimmung, werden die Kosten der neuen Wohnung maximal in Höhe der bisherigen tatsächlichen, maximal angemessenen Miete übernommen. Gleichfalls werden weitere Leistungen wie Umzugskosten, Mietkaution u. ä. abgelehnt.

Bei Umzug von Personen, die das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, werden Bedarfe für Unterkunft und Heizung für die Zeit nach einem Umzug bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres nur anerkannt, wenn das Jobcenter dies vor Abschluss des Mietvertrages zugesichert hat. Gleichfalls werden Leistungen für den Lebensunterhalt nur in Höhe des Bedarfs für sonstige Personen in der Bedarfsgemeinschaft anerkannt.

Lassen Sie sich im eigenen Interesse von Ihrem Jobcenter beraten.


Bedenken Sie:
Eine Wohnung bietet Schutz, Wärme und Geborgenheit. Der Verlust der Wohnung führt zur Obdachlosigkeit.
Es ist daher wichtig, dass der Wohnraum gesichert ist. Sollte der Verlust der Wohnung drohen, wenden Sie sich frühzeitig an Ihr Jobcenter, Ihr Wohnungsamt und/oder an eine Wohnungsberatungsstelle. Nur so kann eine drohende Obdachlosigkeit ggf. verhindert werden.



Kontakt

Jobcenter Trier Stadt
Gneisenaustr. 38
54294 Trier

Telefon:
0651 205 7000
Fax: 0651 2059107400

Telefonverzeichnis
E-Mail schreiben

Öffnungszeiten

Montag-Freitag: 08.00 - 12.30 Uhr
oder nach Terminvereinbarung
 
Die Ausgabe der Wartemarken endet um 12.00 Uhr

Neuantragstellung:
Montag, Dienstag, Donnerstag, Freitag: 08.00 - 11.30 Uhr

Besonders empfehlenswert sind die publikumsschwachen Zeiten von 8.00 bis 10.00 Uhr.

Grundsatzerklärung gegen Gewalt

Laden Sie sich hier die Grundsatzerklärung des Jobcenter Trier Stadt als PDF herunter:
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