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Aktuelle Presse

Die Wartebereiche des Jobcenters Trier Stadt in dem ehemaligen Kasernengebäude der Gneisenaustraße 38 sind von Teilnehmenden der Maßnahme Kunst, Bau, Steine verschönert worden. Mittels eines Farbleitsystems sind die einzelnen Stockwerke zur Orientierung gestaltet worden.

MIT MAßNAHMEN MEHR BEWEGEN: 
Kunst, Bau, Steine – Kreative erste Schritte gehen 

Zu den Aufgaben einer sozialen Behörde wie dem Trierer Jobcenter gehört mehr als die Auszahlung von Geldleistungen und die Vermittlung von Stellenanzeigen. Die Artikel-Serie „Mit Maßnahmen mehr bewegen“ möchte die Unterstützungsangebote des Jobcenters vorstellen. Um sogenannte Vermittlungshemmnisse zu überwinden, Bewerbern andere Perspektiven zu geben oder individuelle Hilfen aufzuzeigen, beauftragt das Jobcenter Trier Stadt verschiedene Bildungsträger und Anbieter in Trier. Diese bieten sogenannte „Maßnahmen zur Aktivierung beruflicher Eingliederung“ an. 


Kunst, Bau, Steine – Veränderung gestalten 

Lange Arbeitslosigkeit kann psychisch krank machen. Ebenso geraten psychisch belastete Menschen auch häufiger in eine lang andauernde Arbeitslosigkeit. Bei Kunst, Bau, Steine vom Club Aktiv können Betroffene lernen, wieder eine geregelte Tagesstruktur zu entwickeln und stellen sich mit psychologischer Betreuung ihren persönlichen Herausforderungen.   
Auf Baustellen in der Stadt und in der Kreativwerkstatt beim Club Aktiv erlernen Langzeitarbeitslose zudem auf kreative Art und Weise für sich oft völlig neue Fähigkeiten kennen. 

„Berufliche und persönliche Begabungen werden mithilfe künstlerischer Gestaltungen an öffentlichen Gebäuden, wie zum Beispiel Schulen, Kindergärten und Gemeindezentren, und der Gestaltung von Kunstobjekten aktiviert, trainiert und erweitert“, beschreibt Marita Wallrich, die Geschäftsführerin des Jobcenters Trier Stadt, den kreativ-gemeinnützigen Ansatz der Maßnahme.

Um möglichst realistische Arbeitsmarktbedingungen herzustellen, erlernen die Teilnehmenden handwerkliche Fertigkeiten mit verschiedenen Materialien direkt vor Ort. Die Heranführung an den Arbeitsmarkt wird durch Betriebspraktika, Betriebsbesichtigungen und Bewerbungstrainings unterstützt. Es werden außerdem Schulungen angeboten, in denen zum Beispiel gelernt wird, besser mit Stress umzugehen, gesünder zu leben oder im Alltag und bei Bewerbungsgesprächen selbstbewusster aufzutreten.  

Platz für persönliche Themen

Themen, die die Teilnehmenden belasten, können mit dem geschulten Fachpersonal der psychosozialen Betreuung des Club Aktiv in Einzelgesprächen erörtert werden. Das Projekt findet täglich in Vollzeit oder Teilzeit in der Gruppe statt.

Finanziert wird Kunst, Bau, Steine aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds, des Ministeriums für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie und dem Jobcenter Trier Stadt. Zusätzlich besteht eine Zusammenarbeit mit Transcultur e.V. 


MIT MAßNAHMEN MEHR BEWEGEN: 
Für einen Haltepunkt im Leben: Der SKF zeigt Frauen neue Wege auf 

Zu den Aufgaben einer sozialen Behörde wie dem Trierer Jobcenter gehört mehr als die Auszahlung von Geldleistungen und die Vermittlung von Stellenanzeigen. Die Artikel-Serie „Mit Maßnahmen mehr bewegen“ möchte die Unterstützungsangebote des Jobcenters vorstellen. Um sogenannte Vermittlungshemmnisse zu überwinden, Bewerbern andere Perspektiven zu geben oder individuelle Hilfen aufzuzeigen, beauftragt das Jobcenter Trier Stadt verschiedene Bildungsträger und Anbieter in Trier. Diese bieten sogenannte „Maßnahmen zur Aktivierung beruflicher Eingliederung“ an.


Haltepunkt - Perspektiven, Chancen, Wege 

Schulden, Wohnungslosigkeit, Gewalterfahrungen, Beziehungsprobleme, gesundheitliche Beeinträchtigungen, Arbeitslosigkeit – bei solchen Probleme bedarf es eines festen Halts im Leben. Seit dem Jahr 2005 bietet der Sozialdienst katholischer Frauen, kurz SkF, ein niederschwelliges Angebot für langzeitarbeitslose Frauen unter dem Titel Haltepunkt – Perspektiven, Chancen, Wege an.

„Meist befinden sich die Frauen in sozialen und persönlichen Schwierigkeiten. Sie brauchen eine intensive Begleitung und Beratung. Das Ziel ist es, die persönliche und auch wirtschaftliche Lage der Kundinnen zu verbessern“, sagt Marita Wallrich, Geschäftsführerin des Jobcenters Trier Stadt.

Im Idealfall gelingt es den Kundinnen, über die Betreuung beim Haltepunkt in ein Beschäftigungsverhältnis einzumünden. Die Teilnehmerinnen werden sechs Monate lang von einer Sozialpädagogin unterstützt. Viele wichtige Themen werden gemeinsam erarbeitet. Beispielsweise geht es um die Klärung und Entwicklung von Strategien für den Umgang mit persönlichen oder psychischen Schwierigkeiten.
Ziel ist auch die Verbesserung des Selbstwertes und der Selbstwirksamkeit, der gesundheitlichen Situation, der Arbeitsfähigkeit und der finanziellen Situation.  Der SkF vermittelt bei Bedarf auch zu anderen Hilfsangeboten, hilft bei der Erstellung von Bewerbungsunterlagen und unterstützt bei Bewerbungen und Vorstellungsgesprächen.  

Hilfe zur Selbsthilfe

In den Gesprächen steht die Hilfe zur Selbsthilfe im Vordergrund. Es werden persönliche Lösungsstrategien mit den Frauen entwickelt, so dass jede auch für ihren privaten Bereich wertvolle Impulse mitnehmen kann.
Zusätzlich können die Teilnehmerinnen in Gruppenangeboten Teamfähigkeit und Kenntnisse erlernen, die ihnen auch für den privaten Bereich Vorteile bringen. Das betrifft ganz praktische Lebensbereiche wie gesunde Ernährung, das Erlernen eines verbesserten Körpergefühls, der Umgang mit Stress und Verspannungen oder auch Handarbeit. Es gibt  Kochkurse, Farbberatungen, Kosmetikseminare und Entspannungstrainings. Mitmachen können die Teilnehmerinnen bei Kreativ- und Gartenprojekten, als Hilfe bei der Kleiderkammer, oder sie treffen sich im Frauencafé.
Beim Haltepunkt des SkF können die Gruppenangebote von den Frauen auch nach der Beendigung der Maßnahme weiter genutzt werden, so dass eine soziale Anbindung sowie eine Stabilisierung der Lebenssituation gewährleistet werden kann.


MIT MAßNAHMEN MEHR BEWEGEN: 
MoVe motiviert und vermittelt Menschen aus der Langzeitarbeitslosigkeit 

Zu den Aufgaben einer sozialen Behörde wie dem Trierer Jobcenter gehört mehr als die Auszahlung von Geldleistungen und die Vermittlung von Stellenanzeigen. Die Artikel-Serie „Mit Maßnahmen mehr bewegen“ möchte die Unterstützungsangebote des Jobcenters vorstellen. Um sogenannte Vermittlungshemmnisse zu überwinden, Bewerbern andere Perspektiven zu geben oder individuelle Hilfen aufzuzeigen, beauftragt das Jobcenter Trier Stadt verschiedene Bildungsträger und Anbieter in Trier. Diese bieten sogenannte „Maßnahmen zur Aktivierung beruflicher Eingliederung“ an. 


Das Vermittlungszentrum MoVe  

Das Vermittlungszentrum MoVe ist eine Kooperation der Hallmann Personal- und Schulungscenter GmbH und der Target GmbH. Es findet an drei Standorten in Trier-Ehrang, Trier-Süd und Trier-West statt und dauert in der Regel sechs Monate. Hinter der Abkürzung des arbeitsmarkt-integrativen Projekts stehen die Schlagworte "Motivieren" und "Vermitteln".

Hier steht die Vermittlung Langzeitarbeitsloser in den ersten Arbeitsmarkt und die Entwicklung der persönlichen Fähigkeiten und Fertigkeiten im Vordergrund. Teilnehmen können aber auch Bewerber, die erst kurz arbeitssuchend sind. Neben Personen mit vielfältigen Vermittlungshemmnissen sind auch Berufseinsteiger und qualifizierte Kräfte, die in ihrem Bereich keinen Wiedereinstieg finden, angesprochen.  

Wege in die berufliche Zukunft finden

Ein fester Bestandteil von MoVe sind die Einzelgespräche. Dabei ist es wichtig, die persönlichen Vorstellungen und Wünsche des Bewerbers mit der aktuellen Lage am Arbeitsmarkt abzugleichen und somit realistische Wege in Richtung einer beruflichen Zukunft zu erarbeiten und erste Schritte auf diesem Weg aufzuzeigen. 
Parallel soll eine engmaschige, sozialpädagogische Betreuung die konkrete Lebenssituation der Teilnehmenden nachhaltig verbessern und dabei Eigeninitiative und Selbstverantwortlichkeit fördern. Oftmals wird mit den Teilnehmenden zuerst wieder eine Struktur im Tagesablauf erarbeitet.

"Teilnehmer, die zu MoVe gehen, sind von ihrer Situation oftmals frustriert. Sie wissen nicht, warum sie nur Absagen erhalten oder was sie noch anders machen könnten. In der Maßnahme werden mit ihnen ganz persönliche Strategien erarbeitet“, erklärt Marita Wallrich, Geschäftsführerin des Trierer Jobcenters.   

Ergänzend vermittelt ein Seminar- und Schulungsangebot arbeitsmarktbezogene Kenntnisse, mit denen die Teilnehmenden praktisch auf Vorstellungsgespräche vorbereitet werden und ihre persönlichen Fähigkeiten verbessern können. So gibt es zum Beispiel aktive Trainings von Vorstellungsgesprächen, Seminare zur Kommunikation, Gesundheitsorientierung oder Business Knigge. Bei Bedarf können Teilnehmende einmal wöchentlich einen Sprachkurs besuchen, der auf die Verbesserung der berufsbezogenen Deutschkenntnisse abzielt. 


In allen drei Stockwerken des Jobcenters in Trier-West hängt sie: Unsere Grundsatzerklärung gegen Gewalt und Diskriminierung.
Beim CSD auf dem Trierer Kornmarkt haben Vertreter von Jobcenter, Stadtverwaltung und aus der Wirtschaft und Bildungslandschaft über Diskriminierung in der Arbeitswelt diskutiert.

KEIN PLATZ FÜR DISKRIMINIERUNG 

„Bei uns ist kein Platz für Diskriminierung“, sagt Sandra Karl beim diesjährigen Christoper-Street-Day (CSD) auf dem Trierer Kornmarkt und macht deutlich, was an ihrer Arbeitsstätte gelebte Praxis ist.

Auf dem CSD hat die Migrationsbeauftragte und Arbeitsvermittlerin des Jobcenters Trier Stadt im Rahmen einer Talkrunde mit Vertretern aus Politik und Gesellschaft zum Thema „Sexuelle und geschlechtliche Vielfalt im Kontext Arbeitswelt“ diskutiert. Das Jobcenter Trier Stadt ist ein gewaltfreier Ort. So steht es in der Grundsatzerklärung der gemeinsamen Behörde der Stadt Trier und der Bundesagentur für Arbeit, die in Plakatgröße in allen drei Stockwerken des Gebäudes in der Gneisenaustraße 38 hängt. 

Mobbing, sexistische oder rassistische Witze und Beleidigungen, Belästigung oder offene Aggression: Dort, wo Menschen aus verschiedenen Herkunftsländern, mit unterschiedlichen Religionen und unterschiedlicher Sexualität zusammenkommen, herrscht eine rigorose Null-Toleranz gegenüber Diskriminierungen. „Sobald bekannt wird, dass es einen solchen Vorfall gegeben hat, egal in welcher Art und Form, wird das bei uns zur Chefsache“, so die Migrationsbeauftragte. 

Ein gemeinsames Leitbild  

„Bei uns gilt das Allgemeine Gleichstellungsgesetz“, sagt die Geschäftsführerin des Jobcenters, Marita Wallrich. Nach diesem Gesetz sollen Benachteiligungen aus Gründen der Rasse, ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität verhindert oder beseitigt werden. „Um dies im täglichen Miteinander umzusetzen, haben wir uns gemeinsam auf ein Leitbild verständigt, nach dessen Grundsätzen wir im Jobcenter leben und arbeiten“, so Marita Wallrich.  

Keine Schubladen im Kopf

Diskriminierung kann jeden treffen. Um die „Schubladen im Kopf“ abzubauen, ist es daher wichtig miteinander ins Gespräch zu kommen. So gibt es sowohl für Mitarbeiter als auch für Kunden spezielle interkulturelle Schulungen, wie zum Beispiel über das Rollenverständnis von Frauen in der deutschen und arabischen Arbeitswelt. Dies ist Teil des Migrationskonzepts, das die Geschäftsführung mit der Migrationsbeauftragten und der Gleichstellungsbeauftragten ins Leben gerufen hat. Die Rückmeldung der Teilnehmenden zeige, dass solche Angebote gewünscht seien.  

Wegweisend ist die gewaltfreie Grundsatzerklärung im täglichen Umgang miteinander. Bei der Vermittlungsarbeit würden keine Unterschiede gemacht, so Sandra Karl. „Es zählt nicht das Geschlecht oder die sexuelle Ausrichtung, nicht die Herkunft, nicht das Elternhaus oder der schulische Hintergrund. Für uns zählen die Kompetenzen des Einzelnen. Kurzum: es zählt der Mensch.“   


Berufliche Perspektiven im Hotel bieten (v.l.n.r.) Arthur Koenen von der Jugendherberge Römerstadt in Trier und Julia Marmitt und Mechthild Weis vom Hotel Weis in Mertesdorf.

HOTELS AUS DER REGION SUCHEN NEUE MITARBEITER

Hotel- und Restaurantfach, Thekenkräfte und Küchenhilfen, Rezeptionisten und Zimmermädchen – bei der Jobmesse zu Hotel und Gastronomie am 28. Februar im Jobcenter Trier Stadt haben sich acht Hotelbetriebe aus der Region Trier vorgestellt und nach neuen Mitarbeitern Ausschau gehalten. Es ist die erste Schwerpunktmesse zu diesem Thema, die der Arbeitgeberservice des Trierer Jobcenters und der Arbeitsagentur Trier in diesem Jahr organisiert hat. 

Der Zeitpunkt Anfang des Jahres sei für eine Jobmesse gut gewählt, da zur Osterzeit die neuen Mitarbeiter eingearbeitet sein müssten, so Mechthild Weis vom Hotel Weis in Mertesdorf. Im Hotel Weis stünden langjährige Mitarbeiter vor dem Rentenalter und Elternzeiten gilt es zu überbrücken. Daher suche sie hauptsächlich nach Auszubildenden. „Aber auch Aushilfen benötigen wir immer. Wir sind ein familiengeführter Betrieb, der ganzjährig geöffnet hat. Aber auch wir spüren die saisonalen Schwankungen“, so Mechthild Weis. Wegen Personalmangels sei es leider auch schon vorgekommen, dass größere Reservierungen, wie beispielsweise für Feierlichkeiten, nicht angenommen werden konnten.

Mitarbeiter für die Rezeption und im Housekeeping benötigt das Hotel Zum Mühlengarten in Nittel. Das Start-Up-Unternehmen Relax Inn will das ehemals familiengeführte Hotel im März wiedereröffnen. „ Wir übernehmen Familienbetriebe, die keine Nachfolger finden, erhalten deren Besonderheiten und übernehmen zum großen Teil die Belegschaft“, erklärt Regionalmanager Joachim Joch. Quereinsteiger für den Empfangsbereich seien sehr willkommen, da durch umfangreiche Modernisierungen eine Einarbeitung recht einfach erfolgen könne. „Von der Resonanz bei der Messe bin ich positiv überrascht. Es waren einige interessante Bewerbungen dabei.“   

Ebenfalls aus Nittel ist Marco Zandbergen, Inhaber des Nitteler Hofs, auf der Messe zu Gast. „Wir haben den Luxus, dass wir auf lange Sicht nach Mitarbeitern schauen können, da wir zurzeit alle Stellen besetzt haben. Ich muss personell vorausschauend planen. Wegen der Nähe zu Luxemburg haben wir viele Schwankungen“, sagt er. Die Nähe zur Grenze sei auch der Grund, warum er weit über Tarif bezahle, um Fachkräfte für sich gewinnen und halten zu können. Arbeiten bis spät abends und an Feiertagen sei zudem für wenige Gelernte noch vorstellbar. Perspektiven bietet die Branche aber dagegen für viele Zugewanderte. „Mit der passenden Sprachkenntnis werden Migranten gute Chancen im gastronomischen Bereich haben“, sagt der Hotelier.


Azubi Andreas Jäckels bei der Arbeit. Philipp Hastert, Geselle bei der Firma Junkes, erklärt die Funktion einer Heizanlage.

NEUSTART BEI DER FIRMA JUNKES

Das Jobcenter Trier Stadt und die Dekra Akademie Trier fördern mit neuer AzubI-Maßnahme junge Erwachsene und helfen bei einer zweiten Chance auf eine Ausbildungsstelle.

Schule, Ausbildung, Beruf - so sieht es der klassische Werdegang für Schulabgänger vor. Wer heute als junger Erwachsener eine Arbeitsstelle sucht, hat allerdings nicht immer einen solchen geraden Weg hinter sich. Wegen fehlender Zeugnisse oder schwierigen familiären Hintergründen kann der Start in das Berufsleben viel komplizierter sein. Und oft glückt der Einstieg dann eben nicht gleich im Anschluss an die Schule.
Ohne Unterstützung gelingt es jungen Menschen an dieser Stelle in ihrem Lebenslauf meist nur schwer, selbstständig eine Ausbildung zu finden und diese auch zu beenden. „Es fehlt an Durchhaltevermögen und an Selbstbewusstsein. Viele wissen einfach nicht, ‚Was kann ich?‘, ‚Worin bin ich gut?‘ und ‚Welcher Beruf könnte zu mir passen?‘“, erklärt Alexander Hecker, Arbeitsvermittler im Bereich U-25 am Jobcenter Trier Stadt.
Diese Orientierungslosigkeit kann sich auf alle Bereiche des Lebens ausbreiten – auf die Beziehung, den Freundeskreis bis hin zu der Frage: Wo stehe ich eigentlich im Leben und was will ich damit eigentlich anfangen?

Mit passender Unterstützung

Mit der neuen Maßnahme „AzubI – Aktivierung zur beruflichen Integration“ an der Dekra Akademie in Trier-Nord bekommen 18- bis 25-jährige Teilnehmer eine zweite Chance, um auf dem Ausbildungsmarkt Fuß zu fassen. Neben der beruflichen Orientierung gibt es zum Beispiel zusätzlich Mathe- und Deutsch-Unterricht. Leiterin der Maßnahme ist Monika Kaiser. Sie ist als Diplom-Pädagogin die direkte Vertrauens- und Ansprechperson: „Oft haben Jugendliche eine undefinierte Schwellenangst vor dem, was da kommen könnte. Dann werden Termine nicht vereinbart oder verstreichen gelassen. Bei vielen fehlt die Erfahrung, dass ein Tag in feste Abläufe aufgeteilt sein kann. Wir beginnen die Woche daher mit einem gemeinsamen Frühstück, bei dem jeder seine Aufgaben erfüllen muss.“
Tisch decken und Spülmaschine einräumen und somit Verantwortung übernehmen, soziales Verhalten kennen lernen und neu erlernen. Diese Kompetenzen können die Teilnehmenden in den berufsorientierten Praktika weiterentwickeln. Über die Dekra Akademie werden Kontakte zu Arbeitnehmern aus Trier und der Region hergestellt.

Chance für Betrieb und Azubi

Eine zweite Chance hat die Firma Junkes Klimatechnik aus Trier-Euren Andreas Jäckels gegeben. Für den 22-Jährigen steht als werdender Vater in Zukunft viel Verantwortung ins Haus. Ohne eine Ausbildung, das weiß er inzwischen, würde es sehr schwer werden, für die kleine Familie zu sorgen. Als Teilnehmer in der Maßnahme „AzubI“ hat er bei der Firma Junkes zunächst ein Praktikum gemacht. „Das lief von Anfang an gut, die Chemie stimmte und er fühlte sich bei den Kollegen gut aufgehoben“, erinnert sich Monika Kaiser an die ersten Schnuppertage. Die Firma Junkes hatte im vergangenen Jahr einen Ausbildungsplatz nicht besetzen können. Und da Andreas signalisierte, dass er an dem Beruf des Anlagenmechanikers für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik Gefallen gefunden hatte, reagierte der Handwerksbetrieb schnell und hat ihn noch im laufenden Jahr ins Ausbildungsverhältnis übernommen. Nun lernt Andreas Jäckels mit seinen Kollegen vor Ort auf der Baustelle. Das Jobcenter Trier Stadt unterstützt Andreas und die Firma Junkes auch im Anschluss an die Dekra-Azubi-Maßnahme mit begleitender Beratung.


„AzubI – Aktivierung zur beruflichen Integration“ ist eine geförderte Maßnahme des Jobcenters Trier Stadt. Als Bildungsträger bietet die Dekra Akademie die „AzubI“-Maßnahme seit diesem Jahr erstmals an. Mit zwei Beratern in der Vermittlung U-25 kümmert sich das Jobcenter der Stadt Trier ganz speziell um die Berufsorientierung und beruflichen Perspektiven von Jugendlichen und jungen Erwachsenen ab 15 bis 25 Jahre, die einen sozial oder finanziell schwierigen Hintergrund haben.


RANG 3 IN RHEINLAND-PFALZ UND SAARLAND

Das Jobcenter Trier Stadt hat im vergangenen Jahr 38 Prozent der als erwerbsfähigen Leistungsbezieher gemeldeten Personen aus dem Stadtbezirk Trier in sozialversicherungspflichtige Arbeit vermitteln können. Mit dieser Integrationsquote liegt das Trierer Jobcenter im Vergleich aller Jobcenter in Rheinland-Pfalz und Saarland auf Rang 3.

Als erwerbsfähige Leistungsbezieher befinden sich zurzeit 5115 Menschen beim Trierer Jobcenter. Dazu zählen Bezieher von Arbeitslosengeld II ab 15 Jahre bis zum Eintritt des individuellen Rentenalters, die einer Erwerbstätigkeit nachgehen können. 2560 Personen befinden sich im Langzeitbezug von Leistungen des Jobcenters Trier Stadt.
Im Jahr 2017 konnten 38% der erwerbsfähigen Leistungsbezieher in sozialversicherungspflichtige Arbeit vermittelt werden. Die Integrationsquote im Bereich Flucht und Asyl liegt bei 22,4%. Damit befindet sich das Jobcenter der Stadt Trier im Vergleich aller Jobcenter in Rheinland-Pfalz und Saarland auf Rang 3.

Integrationsarbeit für 2018

Um eine gute Integrationsarbeit fortsetzen zu können, hat die Trägerversammlung des Jobcenters Trier Stadt die Haushalte für die Eingliederungsleistungen und die Verwaltungskosten vorläufig für das Jahr 2018 verabschiedet.
Als Mittel für Leistungen zur Eingliederung in Arbeit sind Ausgaben in Höhe von 3.472.813 Euro geplant. Ein Großteil dieser Mittel, 2.122.813 Euro, wird für die Vermittlung in Arbeit und zur Aktivierung von Menschen im Arbeitslosengeld II-Bezug verwendet. 360.000 Euro sind als Mittel für Maßnahmen zur Schaffung von Beschäftigung vorgesehen, und 160.000 Euro sollen Arbeitnehmer und Arbeitgeber während Beschäftigungen als begleitende Leistungen unterstützen. 80.000 Euro sind für spezielle Maßnahmen vorgesehen.

Die Verwaltungskosten- und Eingliederungskostenhaushalte sind aufgrund der noch nicht beschlussfähigen Regierung vorläufig verabschiedet.
„Wir planen, die integrativen Maßnahmen und Weiterbildungsangebote unserer Bildungsträger und sozialen Einrichtungen auch 2018 in bewährter Weise anbieten zu können", sagt Marita Wallrich, Geschäftsführerin des Jobcenters Trier Stadt.
Neu ist außerdem das Bedarfsgemeinschaftscoaching, das bereits seit Januar angeboten und mit zusätzlichen Mitteln aus dem Europäischen Sozialfond und Bundesmitteln zu 75% gefördert wird.

  


Sie stehen mit Hilfe und Unterstützung in den ersten Monaten schwangeren Frauen zur Seite: (v. l. n. r.) Birgit Kulmeier, Kath. Familienbildungsstätte Trier, Ute Bösen, Familienhebamme und persönliche Ansprechpartnerin für die Frauen, und Elke Burchert von der Stadt Trier.

SCHWUNGVOLLER START INS LEBEN
Frühe-Hilfen-Projekt für Schwangere in Trier 

Die ersten Wochen und Monate einer Schwangerschaft sind eine sensible Zeit, in der bereits früh die Weichen für das Wohlbefinden des Kindes und der Mutter gestellt werden können. Die Katholische Familienbildungsstätte Trier und die Stadt Trier begleiten die Frauen mit dem Beratungs- und Unterstützungsangebot SCHWUNG in den ersten drei Monaten. Das Jobcenter Trier Stadt unterstützt das Projekt als Kooperationspartner.

Eine gute Vorbereitung ist die halbe Miete. Das trifft auf die Zeit der Schwangerschaft zu wie wohl auf kaum eine andere Lebenssituation. Die Idee des Projekts SCHWUNG ist es, die sensible Zeit der Schwangerschaft zu nutzen, um positive Veränderungen im Leben der Teilnehmerinnen anzustoßen. Schließlich ändern sich mit dem Beginn des neuen Lebens eines Kindes oft auch für die Mütter die Prioritäten im Leben und es startet ein neuer Lebensabschnitt.
"Um diesen Übergang schon in den ersten Monaten der Schwangerschaft so sanft wie möglich zu gestalten und den Müttern wertvolles Wissen mit auf den Weg zu geben, werden sie während der Kursdauer von drei Monaten intensiv von einer Familienhebamme und weiteren Fachkräften begleitet", erklärt Birgit Kuhlmeier von der Katholischen Familienbildungsstätte Trier, wo die Kurse stattfinden werden. Dort werden werdende Mütter möglichst früh aufgefangen, ernst genommen und mit Kursen und Informationsangeboten begleitet.

Sehr wichtig ist dabei der gemeinsame Austausch in der Gruppe. Die Frauen finden einen geschützten Raum, um sich wohl zu fühlen und über ihre Ängste, Erwartungen und Hoffnungen zu sprechen. Durch eine gute Vorbereitung der Frauen werden die Startbedingungen des Kindes deutlich verbessert. Gleichzeitig wird mit den Frauen eine persönliche Perspektive nach der Schwangerschaft und der Elternzeit in den Blick genommen. Das Jobcenter Trier Stadt informiert die Frauen  über das neue Hilfsangebot bereits, wenn sie eine Schwangerschaft melden. 

"Wer den Kopf von Sorgen frei hat, kann sich voll und ganz auf das ungeborene Kind konzentrieren und die kommenden Aufgaben als Mutter besser bewältigen. Zusätzlich werden auch die beruflichen und finanziellen Möglichkeiten für die Frauen in den Blick genommen, so dass sie für sich und Ihre Familie auch Verantwortung tragen können", so Claudia Tesdorf, Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt vom Jobcenter Trier Stadt. 

Wie können Frauen teilnehmen?
Die Frauen werden über das Jobcenter Trier Stadt oder über andere beratende Institutionen vermittelt. Es richtet sich an alle Frauen, die Interesse haben. Die Frauen können auch ihre Arbeitsvermittler/in ansprechen oder sich direkt über die Homepage www.schwung-trier.de anmelden.

Wann finden die Kurse statt?
Ab sofort. Die Kurse finden statt montags, mittwochs und freitags von 9 bis 12 Uhr. Der Einstieg ins Projekt ist individuell möglich.´

MEHR INFOS:
Weitere Informationen über das Projekt SCHWUNG finden Interessierte, Teilnehmerinnen und Fachkräfte auf der Internetseite www.schwung-trier.de


Geschäftsführerin des Jobcenters, Marita Wallrich, zeigt Mitarbeiter Christian Hermann die neue Jobcenter-Facebookseite.

KOMMUNIKATION MIT ZUKUNFT

Facebook und Co.: Um den Bedürfnissen unserer Kundinnen und Kunden auch in Zukunft gerecht werden zu können, geht das Jobcenter Trier Stadt neue Wege. Online zu sein ist für mehr als 60 Prozent der Deutschen nicht mehr aus ihrer täglichen Mediennutzung wegzudenken. Auch in der Kommunikation von Behörden spielt die Nutzung von Internet und sozialen Medien eine zunehmend stärkere Rolle.

„Wer Menschen erreichen möchte, schafft das in Zukunft nicht mehr nur über konventionelle Wege", sagt Marita Wallrich, Geschäftsführerin des Jobcenters Trier Stadt, über die Motivation ihrer Behörde, sich neuen Informationskanälen zu öffnen. „Wir möchten den Bedürfnissen unserer Kunden gerecht werden. Dafür müssen wir Medien nutzen, die auch von unseren Kunden genutzt werden."

Nah am Menschen – die neue Internetseite

Auf der Internetseite des Jobcenters Trier Stadt finden Kunden und Kundinnen aktuelle Informationen über Veranstaltungen, Informationstermine und Projekte sowie Neuerungen bei Anträgen oder Gesetzesänderungen. Hintergründe und Begriffserklärungen zu den Aufgabenfeldern der Arbeitsvermittlung, Leistungsabteilung, Arbeitgeberservice und Migration werden ergänzt von hilfreichen Angeboten und Tipps, beispielsweise zu Fördermöglichkeiten und Stellenangeboten. Im Downloadcenter können Vordrucke für Anträge heruntergeladen werden, und Links führen zu weiteren Angeboten der Träger und Partner.  
Für Menschen mit Leseschwäche, Sehschwäche oder mit Behinderung, Deutschlerner, Zugewanderte und ältere Mitbürger stehen die Inhalte der Internetseite auch in Leichter Sprache, mit hoch auflösendem Kontrast und über eine Vorlesefunktion per Audio-Reader zur Verfügung.

Besuchen Sie uns auf www.facebook.com/JobcenterTrierStadt

Ergänzend zur Internetseite ist das Jobcenter Trier Stadt auch auf Facebook unterwegs. „Wir verstehen unseren Facebook-Auftritt als Informationsservice mit einem zusätzlichen Mehrwert, den wir unseren Kunden und allen Interessierten bieten möchten", so Marita Wallrich.
Kunden können beispielsweise nützliche und interessante Infos über die Termine, Veranstaltungen oder die Öffnungszeiten erhalten. Ist das „Stellenangebot der Woche" etwas für Sie oder jemanden, den Sie kennen? Dann teilen Sie es!
Zur individuellen Kundenberatung und Kundenbetreuung sind weiterhin die persönlichen Ansprechpartner während der regulären Öffnungszeiten zuständig.

Kontakt

Jobcenter Trier Stadt
Gneisenaustr. 38
54294 Trier

Telefon:
0651 205 7000
Fax: 0651 2059107400

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Öffnungszeiten

Montag-Freitag: 08.00 - 12.30 Uhr
oder nach Terminvereinbarung
 
Die Ausgabe der Wartemarken endet um 12.00 Uhr

Neuantragstellung:
Montag, Dienstag, Donnerstag, Freitag: 08.00 - 11.30 Uhr

Besonders empfehlenswert sind die publikumsschwachen Zeiten von 8.00 bis 10.00 Uhr.

Grundsatzerklärung gegen Gewalt

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Grundsatzerklärung Englisch
Grundsatzerklärung Arabisch