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Aktuelle Presse

EINE CHANCE AUF SCHWIMMEN LERNEN
Kinder machen erste Schwimmzüge dank des SSV Trier und der Soroptimistinnen Trier

Ins Freibad gehen oder an den See fahren, im Wasser planschen und sich Abkühlung verschaffen. Kaum etwas macht so viel Spaß, wenn es heiß ist. Eins steht fest, der nächste Sommer kommt bestimmt. Der nächste Schwimmkurs aber nicht unbedingt. Was für viele Kinder selbstverständlich ist, ist es für manche Kinder von SGB-II-Beziehern oft nicht: Schwimmen lernen.

Gemeinsam mit dem Schwimmsportverein 1932 e.V. Trier und dem Club der Soroptimistinnen Trier hat das Jobcenter Trier Stadt daher einen Anfängerschwimmkurs für Kinder von Kundinnen und Kunden auf die Beine gestellt. Die Jungen und Mädchen ab sieben Jahre lernen in der Schwimmschule des SSV Trier die richtige Technik und bekommen die Sicherheit, sich über Wasser zu halten und darin zu bewegen.

„Für unsere Kundinnen und Kunden ist es oft eine Herausforderung, einen Schwimmkurs zu bezahlen. Nach dem tragischen Badeunfall im vergangenen Sommer in der Mosel haben wir uns überlegt, wie es möglich sein könnte, ein solches Angebot zu realisieren, das für unsere Kunden kostenlos ist", sagt Marita Wallrich, Geschäftsführerin des Jobcenters Trier Stadt. Zwar gäbe es die Möglichkeit, über das Bildungs- und Teilhabepaket die Summe für einen Kurs anzusparen. Dies sei jedoch mit langen Wartezeiten verbunden, wie eine Mutter berichtet.

Durch eine Spende in Höhe von 300 Euro der Soroptimistinnen Trier, die sich für Frauen und Mädchen stark machen, wurde es möglich den Kurs zu realisieren. „Wir halten es oft für eine Selbstverständlichkeit, Schwimmen zu lernen und schwimmen zu können. Durch die Anfrage des Jobcenters Trier haben wir innegehalten, und gemerkt, dass es gar nicht so selbstverständlich ist. Wir freuen uns, den Kindern durch unsere Unterstützung nicht nur Freude zu bringen, sondern auch Unfällen vorzubeugen."

Im SSV Trier fand sich ein hervorragend kompetenter Partner für die Umsetzung. Claudia Tesdorf, Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt, fragte den Bedarf für einem Schwimmkurs bei den Eltern ab, und schnell waren acht Kinder gefunden, so dass der Kurs zum Ende der Osterferien abgeschlossen sein wird.

„Die Kinder waren mit Begeisterung dabei und ich habe nur ein kleines Mädchen gesehen, das etwas ängstlich war. Aber gerade darauf ist unsere Übungsleiterin Jana Koriath spezialisiert", sagt Katrin Radeck, 1. Vorsitzende des Schwimmvereins.

 

 


ERWARTUNGEN ÜBERTROFFEN
Jobcenter Trier Stadt vermittelt 2018 über das Ziel hinaus

Für das vergangene Jahr zieht das Jobcenter Trier Stadt eine positive Bilanz. Die Integrationsquote beträgt 38,8 Prozent und liegt mit 2,1 Prozentpunkten über der Vergleichsquote des Jahres 2017.  „Damit liegen wir für den Bereich der Stadt Trier über der Zielerreichung für das Jahr 2018“, sagt Marita Wallrich, Geschäftsführerin des Jobcenters Trier Stadt. „Wir freuen uns sehr, dass wir die Marke von 2000 Integrationen überschritten haben und 2012 Menschen auf den ersten Arbeitsmarkt vermitteln konnten.“ Davon sind 429 Integrationen von Menschen mit Fluchthintergrund.   

Auch, wenn der Bestand der Langzeitbezieher von Grundsicherung mit 2945 Personen über dem Durchschnittswert von 2017 mit 2560 Personen liegt, ist dennoch ein Erfolg zu verbuchen. Denn die Integrationsquote im Bereich Asyl und Flucht liegt 2018 bei 31,8 Prozent und somit deutlich über der Zielerreichung von 24,7 Prozent.  Dabei handelt es sich um Vermittlungen in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung auf dem ersten Arbeitsmarkt.  

Menschen mit Fluchthintergrund werden inzwischen zu den Langzeitbeziehern von ALG II hinzugerechnet, sobald sie länger als 21 Monate innerhalb von zwei Jahren Leistungen nach dem SGB II bezogen haben. Im Unterschied zu Langzeitarbeitslosen, die ab 12 Monate ohne sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zählen, können Langzeitbezieher einer Tätigkeit nachgehen. Sollte diese allerdings den Grundbedarf für den Lebensunterhalt nicht decken, bekommen sie weiterhin Leistungen aus dem SGB II.  

Die Stadt Trier nimmt als Oberzentrum in der Region eine Sonderstellung ein. Viele soziale Einrichtungen und die Attraktivität der Stadt ziehen Zuziehende aus dem gesamten Umland an. Die Hoffnung auf Arbeit und auch die Nähe zum benachbarten Luxemburg machen die Stadt Trier bei Arbeitssuchenden sehr beliebt.  Um Menschen für den regionalen Arbeitsmarkt fit zu machen, setzt das Jobcenter Trier Stadt weiterhin auf Qualifizierungsangebote. 2018 haben 212 Weiterbildungsmaßnahmen begonnen.   

 

 


Die Wartebereiche des Jobcenters Trier Stadt in dem ehemaligen Kasernengebäude der Gneisenaustraße 38 sind von Teilnehmenden der Maßnahme Kunst, Bau, Steine verschönert worden. Mittels eines Farbleitsystems sind die einzelnen Stockwerke zur Orientierung gestaltet worden.

MIT MAßNAHMEN MEHR BEWEGEN: 
Kunst, Bau, Steine – Kreative erste Schritte gehen 

Zu den Aufgaben einer sozialen Behörde wie dem Trierer Jobcenter gehört mehr als die Auszahlung von Geldleistungen und die Vermittlung von Stellenanzeigen. Die Artikel-Serie „Mit Maßnahmen mehr bewegen“ möchte die Unterstützungsangebote des Jobcenters vorstellen. Um sogenannte Vermittlungshemmnisse zu überwinden, Bewerbern andere Perspektiven zu geben oder individuelle Hilfen aufzuzeigen, beauftragt das Jobcenter Trier Stadt verschiedene Bildungsträger und Anbieter in Trier. Diese bieten sogenannte „Maßnahmen zur Aktivierung beruflicher Eingliederung“ an. 


Kunst, Bau, Steine – Veränderung gestalten 

Lange Arbeitslosigkeit kann psychisch krank machen. Ebenso geraten psychisch belastete Menschen auch häufiger in eine lang andauernde Arbeitslosigkeit. Bei Kunst, Bau, Steine vom Club Aktiv können Betroffene lernen, wieder eine geregelte Tagesstruktur zu entwickeln und stellen sich mit psychologischer Betreuung ihren persönlichen Herausforderungen.   
Auf Baustellen in der Stadt und in der Kreativwerkstatt beim Club Aktiv erlernen Langzeitarbeitslose zudem auf kreative Art und Weise für sich oft völlig neue Fähigkeiten kennen. 

„Berufliche und persönliche Begabungen werden mithilfe künstlerischer Gestaltungen an öffentlichen Gebäuden, wie zum Beispiel Schulen, Kindergärten und Gemeindezentren, und der Gestaltung von Kunstobjekten aktiviert, trainiert und erweitert“, beschreibt Marita Wallrich, die Geschäftsführerin des Jobcenters Trier Stadt, den kreativ-gemeinnützigen Ansatz der Maßnahme.

Um möglichst realistische Arbeitsmarktbedingungen herzustellen, erlernen die Teilnehmenden handwerkliche Fertigkeiten mit verschiedenen Materialien direkt vor Ort. Die Heranführung an den Arbeitsmarkt wird durch Betriebspraktika, Betriebsbesichtigungen und Bewerbungstrainings unterstützt. Es werden außerdem Schulungen angeboten, in denen zum Beispiel gelernt wird, besser mit Stress umzugehen, gesünder zu leben oder im Alltag und bei Bewerbungsgesprächen selbstbewusster aufzutreten.  

Platz für persönliche Themen

Themen, die die Teilnehmenden belasten, können mit dem geschulten Fachpersonal der psychosozialen Betreuung des Club Aktiv in Einzelgesprächen erörtert werden. Das Projekt findet täglich in Vollzeit oder Teilzeit in der Gruppe statt.

Finanziert wird Kunst, Bau, Steine aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds, des Ministeriums für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie und dem Jobcenter Trier Stadt. Zusätzlich besteht eine Zusammenarbeit mit Transcultur e.V. 


MIT MAßNAHMEN MEHR BEWEGEN: 
Für einen Haltepunkt im Leben: Der SKF zeigt Frauen neue Wege auf 

Zu den Aufgaben einer sozialen Behörde wie dem Trierer Jobcenter gehört mehr als die Auszahlung von Geldleistungen und die Vermittlung von Stellenanzeigen. Die Artikel-Serie „Mit Maßnahmen mehr bewegen“ möchte die Unterstützungsangebote des Jobcenters vorstellen. Um sogenannte Vermittlungshemmnisse zu überwinden, Bewerbern andere Perspektiven zu geben oder individuelle Hilfen aufzuzeigen, beauftragt das Jobcenter Trier Stadt verschiedene Bildungsträger und Anbieter in Trier. Diese bieten sogenannte „Maßnahmen zur Aktivierung beruflicher Eingliederung“ an.


Haltepunkt - Perspektiven, Chancen, Wege 

Schulden, Wohnungslosigkeit, Gewalterfahrungen, Beziehungsprobleme, gesundheitliche Beeinträchtigungen, Arbeitslosigkeit – bei solchen Probleme bedarf es eines festen Halts im Leben. Seit dem Jahr 2005 bietet der Sozialdienst katholischer Frauen, kurz SkF, ein niederschwelliges Angebot für langzeitarbeitslose Frauen unter dem Titel Haltepunkt – Perspektiven, Chancen, Wege an.

„Meist befinden sich die Frauen in sozialen und persönlichen Schwierigkeiten. Sie brauchen eine intensive Begleitung und Beratung. Das Ziel ist es, die persönliche und auch wirtschaftliche Lage der Kundinnen zu verbessern“, sagt Marita Wallrich, Geschäftsführerin des Jobcenters Trier Stadt.

Im Idealfall gelingt es den Kundinnen, über die Betreuung beim Haltepunkt in ein Beschäftigungsverhältnis einzumünden. Die Teilnehmerinnen werden sechs Monate lang von einer Sozialpädagogin unterstützt. Viele wichtige Themen werden gemeinsam erarbeitet. Beispielsweise geht es um die Klärung und Entwicklung von Strategien für den Umgang mit persönlichen oder psychischen Schwierigkeiten.
Ziel ist auch die Verbesserung des Selbstwertes und der Selbstwirksamkeit, der gesundheitlichen Situation, der Arbeitsfähigkeit und der finanziellen Situation.  Der SkF vermittelt bei Bedarf auch zu anderen Hilfsangeboten, hilft bei der Erstellung von Bewerbungsunterlagen und unterstützt bei Bewerbungen und Vorstellungsgesprächen.  

Hilfe zur Selbsthilfe

In den Gesprächen steht die Hilfe zur Selbsthilfe im Vordergrund. Es werden persönliche Lösungsstrategien mit den Frauen entwickelt, so dass jede auch für ihren privaten Bereich wertvolle Impulse mitnehmen kann.
Zusätzlich können die Teilnehmerinnen in Gruppenangeboten Teamfähigkeit und Kenntnisse erlernen, die ihnen auch für den privaten Bereich Vorteile bringen. Das betrifft ganz praktische Lebensbereiche wie gesunde Ernährung, das Erlernen eines verbesserten Körpergefühls, der Umgang mit Stress und Verspannungen oder auch Handarbeit. Es gibt  Kochkurse, Farbberatungen, Kosmetikseminare und Entspannungstrainings. Mitmachen können die Teilnehmerinnen bei Kreativ- und Gartenprojekten, als Hilfe bei der Kleiderkammer, oder sie treffen sich im Frauencafé.
Beim Haltepunkt des SkF können die Gruppenangebote von den Frauen auch nach der Beendigung der Maßnahme weiter genutzt werden, so dass eine soziale Anbindung sowie eine Stabilisierung der Lebenssituation gewährleistet werden kann.


MIT MAßNAHMEN MEHR BEWEGEN: 
MoVe motiviert und vermittelt Menschen aus der Langzeitarbeitslosigkeit 

Zu den Aufgaben einer sozialen Behörde wie dem Trierer Jobcenter gehört mehr als die Auszahlung von Geldleistungen und die Vermittlung von Stellenanzeigen. Die Artikel-Serie „Mit Maßnahmen mehr bewegen“ möchte die Unterstützungsangebote des Jobcenters vorstellen. Um sogenannte Vermittlungshemmnisse zu überwinden, Bewerbern andere Perspektiven zu geben oder individuelle Hilfen aufzuzeigen, beauftragt das Jobcenter Trier Stadt verschiedene Bildungsträger und Anbieter in Trier. Diese bieten sogenannte „Maßnahmen zur Aktivierung beruflicher Eingliederung“ an. 


Das Vermittlungszentrum MoVe  

Das Vermittlungszentrum MoVe ist eine Kooperation der Hallmann Personal- und Schulungscenter GmbH und der Target GmbH. Es findet an drei Standorten in Trier-Ehrang, Trier-Süd und Trier-West statt und dauert in der Regel sechs Monate. Hinter der Abkürzung des arbeitsmarkt-integrativen Projekts stehen die Schlagworte "Motivieren" und "Vermitteln".

Hier steht die Vermittlung Langzeitarbeitsloser in den ersten Arbeitsmarkt und die Entwicklung der persönlichen Fähigkeiten und Fertigkeiten im Vordergrund. Teilnehmen können aber auch Bewerber, die erst kurz arbeitssuchend sind. Neben Personen mit vielfältigen Vermittlungshemmnissen sind auch Berufseinsteiger und qualifizierte Kräfte, die in ihrem Bereich keinen Wiedereinstieg finden, angesprochen.  

Wege in die berufliche Zukunft finden

Ein fester Bestandteil von MoVe sind die Einzelgespräche. Dabei ist es wichtig, die persönlichen Vorstellungen und Wünsche des Bewerbers mit der aktuellen Lage am Arbeitsmarkt abzugleichen und somit realistische Wege in Richtung einer beruflichen Zukunft zu erarbeiten und erste Schritte auf diesem Weg aufzuzeigen. 
Parallel soll eine engmaschige, sozialpädagogische Betreuung die konkrete Lebenssituation der Teilnehmenden nachhaltig verbessern und dabei Eigeninitiative und Selbstverantwortlichkeit fördern. Oftmals wird mit den Teilnehmenden zuerst wieder eine Struktur im Tagesablauf erarbeitet.

"Teilnehmer, die zu MoVe gehen, sind von ihrer Situation oftmals frustriert. Sie wissen nicht, warum sie nur Absagen erhalten oder was sie noch anders machen könnten. In der Maßnahme werden mit ihnen ganz persönliche Strategien erarbeitet“, erklärt Marita Wallrich, Geschäftsführerin des Trierer Jobcenters.   

Ergänzend vermittelt ein Seminar- und Schulungsangebot arbeitsmarktbezogene Kenntnisse, mit denen die Teilnehmenden praktisch auf Vorstellungsgespräche vorbereitet werden und ihre persönlichen Fähigkeiten verbessern können. So gibt es zum Beispiel aktive Trainings von Vorstellungsgesprächen, Seminare zur Kommunikation, Gesundheitsorientierung oder Business Knigge. Bei Bedarf können Teilnehmende einmal wöchentlich einen Sprachkurs besuchen, der auf die Verbesserung der berufsbezogenen Deutschkenntnisse abzielt. 


In allen drei Stockwerken des Jobcenters in Trier-West hängt sie: Unsere Grundsatzerklärung gegen Gewalt und Diskriminierung.
Beim CSD auf dem Trierer Kornmarkt haben Vertreter von Jobcenter, Stadtverwaltung und aus der Wirtschaft und Bildungslandschaft über Diskriminierung in der Arbeitswelt diskutiert.

KEIN PLATZ FÜR DISKRIMINIERUNG 

„Bei uns ist kein Platz für Diskriminierung“, sagt Sandra Karl beim diesjährigen Christoper-Street-Day (CSD) auf dem Trierer Kornmarkt und macht deutlich, was an ihrer Arbeitsstätte gelebte Praxis ist.

Auf dem CSD hat die Migrationsbeauftragte und Arbeitsvermittlerin des Jobcenters Trier Stadt im Rahmen einer Talkrunde mit Vertretern aus Politik und Gesellschaft zum Thema „Sexuelle und geschlechtliche Vielfalt im Kontext Arbeitswelt“ diskutiert. Das Jobcenter Trier Stadt ist ein gewaltfreier Ort. So steht es in der Grundsatzerklärung der gemeinsamen Behörde der Stadt Trier und der Bundesagentur für Arbeit, die in Plakatgröße in allen drei Stockwerken des Gebäudes in der Gneisenaustraße 38 hängt. 

Mobbing, sexistische oder rassistische Witze und Beleidigungen, Belästigung oder offene Aggression: Dort, wo Menschen aus verschiedenen Herkunftsländern, mit unterschiedlichen Religionen und unterschiedlicher Sexualität zusammenkommen, herrscht eine rigorose Null-Toleranz gegenüber Diskriminierungen. „Sobald bekannt wird, dass es einen solchen Vorfall gegeben hat, egal in welcher Art und Form, wird das bei uns zur Chefsache“, so die Migrationsbeauftragte. 

Ein gemeinsames Leitbild  

„Bei uns gilt das Allgemeine Gleichstellungsgesetz“, sagt die Geschäftsführerin des Jobcenters, Marita Wallrich. Nach diesem Gesetz sollen Benachteiligungen aus Gründen der Rasse, ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität verhindert oder beseitigt werden. „Um dies im täglichen Miteinander umzusetzen, haben wir uns gemeinsam auf ein Leitbild verständigt, nach dessen Grundsätzen wir im Jobcenter leben und arbeiten“, so Marita Wallrich.  

Keine Schubladen im Kopf

Diskriminierung kann jeden treffen. Um die „Schubladen im Kopf“ abzubauen, ist es daher wichtig miteinander ins Gespräch zu kommen. So gibt es sowohl für Mitarbeiter als auch für Kunden spezielle interkulturelle Schulungen, wie zum Beispiel über das Rollenverständnis von Frauen in der deutschen und arabischen Arbeitswelt. Dies ist Teil des Migrationskonzepts, das die Geschäftsführung mit der Migrationsbeauftragten und der Gleichstellungsbeauftragten ins Leben gerufen hat. Die Rückmeldung der Teilnehmenden zeige, dass solche Angebote gewünscht seien.  

Wegweisend ist die gewaltfreie Grundsatzerklärung im täglichen Umgang miteinander. Bei der Vermittlungsarbeit würden keine Unterschiede gemacht, so Sandra Karl. „Es zählt nicht das Geschlecht oder die sexuelle Ausrichtung, nicht die Herkunft, nicht das Elternhaus oder der schulische Hintergrund. Für uns zählen die Kompetenzen des Einzelnen. Kurzum: es zählt der Mensch.“   


Sie stehen mit Hilfe und Unterstützung in den ersten Monaten schwangeren Frauen zur Seite: (v. l. n. r.) Birgit Kulmeier, Kath. Familienbildungsstätte Trier, Ute Bösen, Familienhebamme und persönliche Ansprechpartnerin für die Frauen, und Elke Burchert von der Stadt Trier.

SCHWUNGVOLLER START INS LEBEN
Frühe-Hilfen-Projekt für Schwangere in Trier 

Die ersten Wochen und Monate einer Schwangerschaft sind eine sensible Zeit, in der bereits früh die Weichen für das Wohlbefinden des Kindes und der Mutter gestellt werden können. Die Katholische Familienbildungsstätte Trier und die Stadt Trier begleiten die Frauen mit dem Beratungs- und Unterstützungsangebot SCHWUNG in den ersten drei Monaten. Das Jobcenter Trier Stadt unterstützt das Projekt als Kooperationspartner.

Eine gute Vorbereitung ist die halbe Miete. Das trifft auf die Zeit der Schwangerschaft zu wie wohl auf kaum eine andere Lebenssituation. Die Idee des Projekts SCHWUNG ist es, die sensible Zeit der Schwangerschaft zu nutzen, um positive Veränderungen im Leben der Teilnehmerinnen anzustoßen. Schließlich ändern sich mit dem Beginn des neuen Lebens eines Kindes oft auch für die Mütter die Prioritäten im Leben und es startet ein neuer Lebensabschnitt.
"Um diesen Übergang schon in den ersten Monaten der Schwangerschaft so sanft wie möglich zu gestalten und den Müttern wertvolles Wissen mit auf den Weg zu geben, werden sie während der Kursdauer von drei Monaten intensiv von einer Familienhebamme und weiteren Fachkräften begleitet", erklärt Birgit Kuhlmeier von der Katholischen Familienbildungsstätte Trier, wo die Kurse stattfinden werden. Dort werden werdende Mütter möglichst früh aufgefangen, ernst genommen und mit Kursen und Informationsangeboten begleitet.

Sehr wichtig ist dabei der gemeinsame Austausch in der Gruppe. Die Frauen finden einen geschützten Raum, um sich wohl zu fühlen und über ihre Ängste, Erwartungen und Hoffnungen zu sprechen. Durch eine gute Vorbereitung der Frauen werden die Startbedingungen des Kindes deutlich verbessert. Gleichzeitig wird mit den Frauen eine persönliche Perspektive nach der Schwangerschaft und der Elternzeit in den Blick genommen. Das Jobcenter Trier Stadt informiert die Frauen  über das neue Hilfsangebot bereits, wenn sie eine Schwangerschaft melden. 

"Wer den Kopf von Sorgen frei hat, kann sich voll und ganz auf das ungeborene Kind konzentrieren und die kommenden Aufgaben als Mutter besser bewältigen. Zusätzlich werden auch die beruflichen und finanziellen Möglichkeiten für die Frauen in den Blick genommen, so dass sie für sich und Ihre Familie auch Verantwortung tragen können", so Claudia Tesdorf, Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt vom Jobcenter Trier Stadt. 

Wie können Frauen teilnehmen?
Die Frauen werden über das Jobcenter Trier Stadt oder über andere beratende Institutionen vermittelt. Es richtet sich an alle Frauen, die Interesse haben. Die Frauen können auch ihre Arbeitsvermittler/in ansprechen oder sich direkt über die Homepage www.schwung-trier.de anmelden.

Wann finden die Kurse statt?
Ab sofort. Die Kurse finden statt montags, mittwochs und freitags von 9 bis 12 Uhr. Der Einstieg ins Projekt ist individuell möglich.´

MEHR INFOS:
Weitere Informationen über das Projekt SCHWUNG finden Interessierte, Teilnehmerinnen und Fachkräfte auf der Internetseite www.schwung-trier.de

Kontakt

Jobcenter Trier Stadt
Gneisenaustr. 38
54294 Trier

Telefon:
0651 205 7000
Fax: 0651 2059107400

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kurz erklärt: 
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Wichtige Begriffe
Wort-Lexikon in Leichter Sprache 

Öffnungszeiten

Montag-Freitag: 08.00 - 12.30 Uhr
oder nach Terminvereinbarung
 
Die Ausgabe der Wartemarken endet um 12.00 Uhr

Neuantragstellung:
Montag, Dienstag, Donnerstag, Freitag: 08.00 - 11.30 Uhr

Besonders empfehlenswert sind die publikumsschwachen Zeiten von 8.00 bis 10.00 Uhr.

Grundsatzerklärung gegen Gewalt

Laden Sie sich hier die Grundsatzerklärung des Jobcenter Trier Stadt als PDF herunter:
Grundsatzerklärung Deutsch
Grundsatzerklärung Englisch
Grundsatzerklärung Arabisch